Tolkir, jüngster Proß des Siril Termis, wuchs weit nach seinen Brüdern und Schwestern auf. Seine körperliche Stärke und Schaffenskraft gleicht längst nicht denen seiner älteren Geschwister und zum Zeitpunkt seiner Reife hatten alle anderen Gottheiten die Spähren der Macht längst unter sich aufgeteilt. So wurde ihm die Aufgabe zuteil die Götterchroniken zu führen, Listen über alles was der Siril Termis je geschaffen hatte, eine Chronik die alle Taten der Götter belegen täte. Lange Zeit haderte Tolkir mit diesem Schicksal als Schreiber daß ihn seiner Meinung an den Rand des Götterpantheons drückte und Neid über die Macht und Aufgabenfülle keimte in ihm auf. Alles war getan, die Welten waren voller Lebewesen und Pflanzen, Berge waren entstanden, Flüße durchströmten das Land, alles war perfekt. Eines Tages kam ihm die Idee daß die Wesen dort unten zwar alles hatten was ihnen sein Göttervater zugedacht hatte - aber was sollte ihn selbst dran hindern ihnen noch etwas mehr zu geben - einen Teil der Kraft der allen Göttern innewohnt - ein Geschenk über das diese Wesen dort unten nur ihm, Tolkir dem Chronisten, dankbar sein würden und nur ihn dafür ehren würden. Schlau dachte er sich daß ja schon die anderen Götter ihre Kräfte an besondere Diener, Priester, weitergaben und daß dies nicht sein Weg sein konnte. So schenkte er den Wesen die Macht der Schrift die es ihnen auch ohne direkte Anbetung ermöglichen Würde die Macht der Magie ganz ohne Hilfe der Götter zu meistern.
Aufgrund seiner Hintergrundgeschichte gibt es keine direkten Priester oder Tempel für Tolkir. Allerdings gibt es Schreine für Tolkir in allen größeren Zauberakademien die dort von speziellem Personal betreut werden und Bibliotheken werden ihm geweiht. Auf dem Altar befindet sich immer eine Abschrift des Tiach Kaelzund, des „Ersten Buches“. Das Orginal dieses Werkes verschwand schon vor Urzeiten im Strudel der Geschichte, das Erste Buch jedoch existiert in Abschriften immer weiter. Zwar kann niemand kann den Inhalt lesen - jedoch verleiht den Gläubigen schon eine Durchsicht der Seiten neue geistige Kraft.
Viele Schreiber, Gelehrte und magisch begabte Personen (dazu gehören nie Priester) gehören zur treuen Anhängerschaft des Tolkir. Vom Charakter her vollkommen unterschiedlich, läßt sich der Charakter der Gottheit auch nicht einordnen. Die einen verehren ihn als Gelehrten in seiner Position als Herr der göttlichen Chroniken, die anderen als großzügigen Gönner der den Menschen die Zauberei gebracht hat. Wieder andere (meist Hexer) verehren ihn aufgrund seiner Schlauheit und Durchsetzungskraft.